Hello, World! Maulwurfsgrillen – Erdling

Schlagwort: Maulwurfsgrillen

  • KW22_18: Folientunnel Spezial

    Liebe Erdlinge!

    Vergangenen Freitag hat Michael eine Einführung zu den Tätigkeiten gegeben, die bei der Betreuung des Folientunnels durchzuführen sind. In diesen Erdling Neuigkeiten findet ihr nun eine Zusammenfassung der besprochenen Aufgaben, die auch im Folientunnel ausgehängt werden. Solltet ihr euch in einem Bereich nicht auskennen oder bei der Betreuung auf technische Schwierigkeiten stoßen, meldet euch bitte gleich bei mir oder fragt Michael, wenn ihr in trefft. In solchen Fällen wurschtelt auf keinen Fall selbst irgendwie herum.

    Öffnen und Schließen der Türen
    Je nach Wetterlage sind die beiden Türen des Folientunnels in der Früh verlässlich zu Öffnen und abends wieder zu schließen. Idealerweise werden die Türen an sonnigen Tagen zwischen 9 und 10 Uhr vormittags geöffnet und abends gegen 20 Uhr geschlossen. Dies bewirkt, dass die Pflanzen einigermaßen ausgeglichene Temperaturen im Tag-Nachtverlauf vorfinden, was zu guten Wachstumsbedingungen führt. Einstweilen übernimmt diese Aufgabe für alle Josef. Sobald er auf Urlaub oder verhindert ist, teilt er dies mit. Die drei eingebauten Dachfenster sind mit automatischen Öffnern ausgestattet, die selbsttätig mit Sonnenenergie entsprechend der jeweiligen Temperatur stufenlos öffnen und schließen.

    Ausgeizen der Tomaten- & Gurkentriebe
    Die Triebe aus den Achseln der Tomatenpflanzen vorsichtig mit den Fingern ausbrechen bzw. mit einer kleinen Schere oder einem Messer abzwicken (selbst mitzubringen). Die unteren Blätter, die bei den Tomaten in die Erde hängen, werden in einigen Wochen ebenfalls entfernt, wenn die Tomaten eine gewisse Größe (ca. Hüfthöhe) erreicht haben. Diese Blätter sind anfällig für Pilzbefall, welcher sich auf die ganze Pflanze ausbreiten kann. Je Tomatenpflanze lasst 2-3 zusätzliche Triebe, die unten am Hauptstängel aus dem Boden wachsen, stehen.
    Ausschließlich bei den Schlangengurken brecht ihr alle unteren Seitentriebe sowie Blüten bis zu einer Höhe von 50 cm über dem Boden aus. In diesem Bereich würden die sich bildenden Gurken sonst auf der Erde aufliegen. Danach brecht nur noch die Blatt- und Stängeltriebe aus, die Blüten belasst. Wenn die Gurkenpflanzen in diesem Stadium sind, zeigt Michael dies nochmals bei einer Ernteverteilung vor.

    Wickeln der Tomaten und Gurken sowie Malabarspinat
    Über jeder Tomaten-, Gurken- und Malabarspinatpflanze hängt lose eine Schnur über dem Boden. Diese Schnüre werden spiralförmig um die Pflanze gewickelt. In den ersten 20 bis 30 cm wickelt enger, danach weiter. Wichtig ist dabei, die Schnur nicht zu straff zu spannen. Mit der Zeit spannt sie sich durch das Gewicht der Pflanze selbst. Wickelt die Pflanzen alle zwei Tage um die Schnüre. Bei solchen Abständen sind die Pflanzen noch elastisch und lassen sich leichter biegen. Dabei ist achtsam mit den Pflanzen umzugehen, damit ihr sie nicht abbrecht.

    Wässern der Pflanzen
    Ausgiebig gewässert wird 1-mal die Woche am Donnerstagabend nach der Ernte. Für das Gießen plant ca. 1 Stunde Zeit ein. Das Gießwasser kommt aus Josefs Regenwasserzisterne. Das abgestandene Wasser riecht zu anfangs etwas muffig. Zum Gießen schaltet die Pumpe bei Josefs Hausmauer ein (Kippschalter mit Kontrollleuchte). Nach dem Gießen muss die Pumpe unbedingt wieder ausgeschaltet werden! Wenn der Schlauch untertags unter Druck steht, die Sonne das Material erweicht, kann es passieren, dass der Schlauch reißt und die Pumpe die Zisterne leert.
    Zum Gießen befindet sich im Folientunnel am linken und rechten Weg jeweils ein Schlauch, mit dem ihr die Beete rechtes und linkes dieses Weges gießt. Beim Gießen bewegt ihr euch ausschließlich auf diesen beiden Wegen, auf denen der Schlauch herabhängt. Gegossen wird nahe über dem Boden um die Tomaten- und Paprikapflanzen herum und nicht direkt an die Stängel hin. Die Gurken können direkt bis an den Stängel heran gegossen werden und erhalten deutlich mehr Wasser als die Tomaten oder Paprika. Ob ihr auch wirklich reichlich gewassert habt, überprüft, in dem ihr den Finger in die Erde steckt. Das Erdreich sollte dann richtig schön feucht sein.
    Regnet es in einer Woche ausgiebig, dürft ihr die Beete, in denen die Paprikapflanzen sind, nicht gießen. Die Pflanzen erhalten dann genug Wasser von außen, da dieses an der Folienwand herunterrinnt und unten ins Beet hineinsickert.

    Kirschernte

    Die Kirschen des größten Kirschbaums auf der Obstwiese in Oberndorf sind reif. Diese Kirschen haben ein gelbliches Fruchtfleisch und sollten nach der Ernte relativ rasch gegessen oder verarbeitet werden. Wer von euch gerne Kirschen hätte, darf sich diese beginnend ab Mittwoch jeweils selbstständig ernten. Die vorgesehenen Erntemöglichkeiten findet ihr im Kalender eingetragen. Für die Ernte stehen einige Leitern zur Verfügung, die abwechselnd von euch verwendet werden können. Bringt bitte geeignete Gefäße zum Hineinpflücken und entsprechende Aufhängungen dafür an den Leitern selbst mit.
    Der Obstbaumschnitt bei Kirschbäumen erfolgt prinzipiell während oder kurz nach der Ernte. Michael ist diesmal aufgrund seiner Fingerverletzung nicht in der Lage, die noch vorgesehenen Äste zum Einkürzen des Kirschbaumes herunterzuschneiden. Hierzu würde zum Teil auch eine Hebebühne notwendig sein.

    Fangen der Maulwurfsgrillen

    Auf all unseren Gemüseflächen haben wir leider Maulwurfsgrillen. Diese bis zu sieben Zentimeter langen, vorwiegend nachtaktiven Tiere verbringen die meiste Zeit ihres Lebens dicht unter der Erdoberfläche. Dabei legen sie Gangsysteme an, welche auch abschnittsweise senkrecht nach unten zu tiefer liegenden Vorratskammern oder Bruthöhlen führen. Als ihren Lebensraum bevorzugen sie lockere, kultivierte Böden und verwüsten durch ihr Gewühle häufig unsere Saatbeete bzw. lassen sich regelmäßig auch die Wurzeln unserer Jungpflanzen schmecken.
    Ihre natürlichen Feinde sind Igel, Spitzmäuse, Maulwürfe, Katzen, Hühner und Amseln. Einige von euch konnten ja bereits beobachten, wie die Amseln sich die Grillen schmecken ließen. Eine weitere Methode zur Bekämpfung ist mit speziellen parasitären Nematoden, die im Juni/Juli mit einer Gießkanne ausgebracht werden. Von dieser Methode möchten wir jedoch Abstand nehmen, da sie kostspielig ist und beim Umgang mit Nematoden prinzipiell Vorsicht geboten ist. Eine verträglichere Methode ist, die Maulwurfsgrillen mit Seifen- oder Ölwasser aus ihren Gängen zu treiben und händisch zu fangen. Dies klappt hervorragend in der Wiese, wie mein Sohn bereits mehrfach getestet hat. Um den Schädlingsdruck auf unseren Anbauflächen etwas zu verringern, starten wir am Freitag und Samstag den Versuch in Oberndorf, die Maulwurfsgrillen im Wiesenstreifen um den Acker zu fangen und zusätzlich ihre Gelege zu zerstören. Bitte beteiligt euch zahlreich daran! Bringt hierfür ein Schnabelgefäß mit. Diese eigenen sich besonders gut, das Seifenwasser zielgerichtet in das Gangsystem zu schütten. Die Mischung rühren wir vor Ort an.

    Feldtage

    Die neuen, geplanten Feldtage sind seit Sonntag eingetragen. All jene Erdlinge, die bis jetzt noch gar nicht oder kaum bei Feldtagen mitgemacht haben, sollten unbedingt eine Mitarbeit im Juni einplanen. Dies beugt auch dem schlechten Gewissen vor, dass eventuell aufkommt, wenn die regelmäßigen Ernten in der kommenden Woche beginnen.
    Zur Ernteverteilung selbst kommt nochmals ein Rundbrief. Schon so viel vor weg, die Einteilung der Salzburger Erdlinge in die geraden und ungeraden Kalenderwochen für die Ernteabholung wird sich noch etwas verändern!
    > zum Kalender: http://www.erdling.at/kalender

    Tagesordnungspunkte des 5. ErdRates

    • Ich – Du – Wir
    • Zugang Fendt-Garage
    • Erdlingprodukte im Fachl
    • Dynamisches Budget neigt sich dem Ende – weitere Vorgehensweise
    • Sommerfest, am 21. Juli

    Zeit: Donnerstag, 14. Juni 2018 von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr
    Ort: Stummvollgut bei Josef Maria Bühel straße 10, Oberndorf bei Salzburg

    Ich bitte um zahlreiches Erscheinen zum ErdRat! Bei der Generalversammlung ist gemeinschaftlich beschlossen worden, dass die Gruppe die Herausforderung des dynamisch gehaltenen Budgets annimmt, sich des dadurch entstehenden Risikos bewusst ist und gemeinsam berät, falls die finanziellen Mitteln nicht reichen (siehe Protokoll Generalversammlung ab S. 5/Punkt 12 > PDF).

    Bis bald am Acker!

    Gruß, Antonia